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In
der Sensenfabrik
Jazz und Schlager gekonnt gemixt
jz - Es ist furchtbar, aber es geht. Das mag mancher gedacht
haben, der am Freitagabend in der Schlebuscher Sensenfabrik war. Dort hatte sich
die Jazzparade angekündigt, eine gemeinsame Initiative von drei Bands, die, so
sagte es Marion Radtke von "Radio Radtke" anfangs, "beweisen
wollen, dass Schlager und Jazz schon immer zusammen gehörten."
Butterweiche Trompete
Schon nach dem ersten Song - Rudi Carrells "Wann wird's mal wieder richtig
Sommer?" im modernen Jazz-Gewand mit einer butterweichen Trompete als
melodieführendes Instrument - war klar, dass das Orchester der Liebe die
Grenzen des guten Geschmacks schwungvoll überschreiten würde. Und zwar mit
Absicht und sichtbarem Spaß am Trash.
Ob "Dschingis-Khan" auf dem Schweizer Alphorn oder ein gut
abgehangenes Blockflötensolo: ebasa, Frontmann des Orchesters, konnte das
Publikum in der Sense am Freitagabend mit seinen Allround-Qualitäten
begeistern. Eindeutiger Höhepunkt: Nicoles "Ein bisschen Frieden"
geriet in ebasas Rezitation zu "deutscher Lyrik" und führte sich
damit selbst ad absurdum. (....)
Der Jazzparade,
mit freundlichem Applaus bedacht, war die Gratwanderung zwischen Klamauk und
Musikalität gelungen.
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